Motoröl

Wer einen Oldtimer besitzt und seinem Schätzchen Öl einflössen oder gar den Ölwechsel selber machen möchte, steht oft vor der Frage, das richtige Motoröl für sein Fahrzeug zu finden. Die Auswahl ist groß und in den Oldtimer-Foren weiß jeder am besten, dass nur sein Favorit die richtige Wahl ist.

Kein Universal-Öl

Feststellen können wir als erstes schon einmal, dass es ein Universal-Öl, das für jeden Motor und vor allen Dingen für jede Motorkonstruktion geeignet ist, nicht gibt. Auch die Nutzung des Fahrzeugs entweder ganzjährig oder nur saisonal spielt eine Rolle bei der Auswahl des richtigen Öls.

Das Baujahr eines Oldtimers ist ein erster Anhaltspunkt für die Auswahl. Viele Vorkriegsmodelle, aber auch noch einige Fahrzeuge aus den 50er und 60er Jahren, besitzen keinen Ölfilter. Verunreinigungen, die in den Ölkreislauf gelangen, sollen sich in der Ölwanne absetzen und beim Ölwechsel daraus entfernt werden. Moderne Öle lösen die Ablagerungen aber und halten sie durch spezielle Additive in der Schwebe, um sie über den Ölkreislauf zum Ölfilter zu bringen. Fehlt dieser, führen die Verunreinigungen zu höherem Verschleiß an den Motorteilen und können Ölkanäle verstopfen, was zum Exitus des Motors führen kann.

Besitzt Ihr ein Fahrzeug ohne Ölfilter, so informiert Euch sehr genau, welches Öl geeignet ist, um Schäden am Motor zu vermeiden. Diese Informationen findet Ihr auf den Seiten der Ölhersteller und Händler, oder Ihr lasst Euch bei den Händlern telefonisch beraten.

Additive

Ein weiteres Problem bei modernen Ölen sind Additive, die auf spezielle Anforderungen heutiger Motoren wie z.B. lange Wechselintervalle ausgelegt sind. Diese können zu Schäden an Dichtungen aus Materialien wie Papier und Kautschuk und somit zu Undichtigkeiten führen.

Klassische Einbereichs-Öle wie SAE 30 sind oft die richtige Wahl für solche Einsatzzwecke, da sie meist diese Additive nicht enthalten. Zu beachten ist beim Einsatz eines solchen Öls, dass sie aufgrund ihrer Viskosität nur für bestimmte Temperaturbereiche ausgelegt und somit nur für eine bestimmte Saison geeignet sind. Wer seinen Oldie ganzjährig mit Einbereichs-Ölen fahren will, muss dieses der Jahreszeit angepasst öfters wechseln.

Inzwischen findet Ihr aber auch Mehrbereichsöle bei einigen Herstellern wie Penrite oder Dynolite, die ohne diese Additive auskommen und für einen ganzjährigen Einsatz geeignet sind.

Öl altert

Auch Motoröle unterliegen leider einem Alterungsprozess und besonders solche Öle, die ohne Konservierungsstoffe auskommen, müssen unabhängig von den gefahrenen Kilometern nach einer gewissen Zeit gewechselt werden. Viele Oldtimerfahrer machen das meist zum Ende der Saison im Herbst, wenn sie ihren Oldie in den Winterschlaf schicken.

Grund dafür ist der Kontakt mit Luft und Feuchtigkeit, dem ein Öl ausgesetzt ist. Durch diese Einflüsse verliert es im Laufe der Zeit seine Schmierfähigkeit und seine Scherstabilität. Auch unverbranntes Benzin, das bei häufigen Kurzstreckenfahrten in den Ölkreislauf gelangen kann, führt zu einer Verdünnung des Öls und damit zu einer verringerten Schmierfähigkeit. Außerdem entstehen durch den Kontakt des unverbrannten Benzins mit Schwitzwasser Säuren, die Metallteile und Dichtungen angreifen können.

Aber auch Öl, das im geöffneten Kanister gelagert wird, ist der Umgebungsluft ausgesetzt und altert schneller als im verschlossenen Gebinde. Daher sollte Öl innerhalb eines Jahres nach Öffnung verbraucht werden.

Wer noch tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet bei Oldtimer-Markt sehr ausführliche Informationen und einen Test verschiedener Oldtimer-Motoröle.

https://www.oldtimer-markt.de/www/otm/files/2016/12/fuer_jeden_klassiker_das_richtige_oel.pdf

 

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